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Bewegung gegen das Vergessen

by Laura Palm
on 11. August 2020

Unumkehrbare Herausforderungen

Als Menschen des gesundheitsfetischistischen 21. Jahrhunderts wollen wir bekanntlich nur eines: möglichst lange leben – am besten gesund, und idealerweise nicht allein. Dass sich ein scheinbar so «kulturelles» Mentalitätsphänomen in beinharten Zahlen kristallisiert, ja mehr noch: unsere Gesellschaft vor massiven, unumkehrbaren Herausforderungen stellt, das zeigt eine Arbeit des Bundesamts für Statistik eindrücklich auf: Im Jahr 2045 sollen über 40% der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Und welche Handlungsspielräume sind unserem Gesundheitssystem dafür gegeben?

 

Zunächst einmal: Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken. In Deutschland ist derzeit jede 13. Person zwischen 65 und 69 Jahren an Alzheimer erkrankt. Bei jener Personengruppe, die leichte kognitive Beeinträchtigungen aufweist, sind es gar bis zu 30%. Das wirft zuallererst die Frage auf: Wie kann eine leichte kognitive Beeinträchtigung – in der Fachsprache «mild cognitive impairment» oder auch MCI genannt – überhaupt festgestellt werden? Denn eines ist klar: Je eher Patienten damit diagnostiziert werden können, desto eher kann Alzheimer therapeutisch – und bestenfalls auch präventiv – behandelt werden.

 

Stagnationspunkt als große Chance?

Häufigstes Diagnoseinstrument für die Spezialisten ist der sogenannte Mini-Mental-Status-Test. Ebenfalls findet der sogenannte Montreal-Cognitive-Assessment-Test häufig Verwendung. Auch dieser gilt als zuverlässiges Erhebungsinstrument, um ein MCI zu diagnostizieren. Nur findet bei dem zusätzlich eine simple, qualitative Fragestellung Verwendung, welche lautet: «Haben Sie Schwierigkeiten mit ihrem Gedächtnis?». Wird diese Frage mit «Ja» beantwortet, ist die Indikation laut Test eindeutig.

Wie unterschiedlichste Studien herausgefunden haben, weisen gezielte physische Aktivitäten einen nachweislich präventiven Effekt auf Menschen aus, die an MCI erkranken könnten. Zudem beeinflusst professionell angeleitete Bewegung bei Erkrankten den Krankheitsverlauf nachweislich positiv.  Nachdem diesbezüglich die Medikamenten-Forschung an einem Stagnationspunkt steht, sieht die physiotherapeutische Forschung zurecht ihre grosse Chance – und richtet ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf die positiven Effekte von körperlicher und kognitiver Leistungsfähigkeit auf die MCI-Krankheit. Was heisst das konkret?

 

Da geht noch mehr

Kurz gesagt: Es gibt wissenschaftliche Hinweise, dass Ausdauer-Training die kognitive Leistung und die funktionelle Plastizität bei gesunden Senioren wie auch bei Personen mit MCI verbessern. Vor allem die Beibehaltung der kardiorespiratorischen Fitness im Alter hat einen extrem positiven Einfluss auf den zerebralen Blutfluss, wie einhellige Studien belegen konnten.

So gesehen sind die hier beschriebenen physiotherapeutischen Massnahmen sowohl als Intervention als auch als präventive Massnahme mit Blick auf die nächste Stufe von MCI – der Alzheimer Erkrankung – zu verstehen. Ein Blick auf die budgetären Zahlen lässt den Schluss zu, dass da jedoch noch Luft nach oben ist: Denn 2018 beliefen sich in der Schweiz die Kosten im Gesundheitssystem auf rund 12,18% des Bruttoinlandproduktes, das ist ein Betrag von ca. 12 Milliarden Franken.

Dabei waren weniger als 10 % der Ausgaben für Prävention oder frühzeitige Interventionen vorgesehen. Aus heutiger, faktenorientierter Sicht muss man sich aber fragen: wäre es nicht besser, mehr in die Prävention zu investieren als in die unweigerlich folgenden hohen Pflegekosten?

Denn Forschung, Prävention und allumfassende Gesundheit fällt nicht einfach so vom Himmel – und das schöne, lange Leben schon gar nicht.

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